Kongress "EDV Systeme in der Onkologie"

Freitag, 04. April 2014

Eröffnungsreferat 1 "Die Entwicklung in der Onkologie in den nächsten 10 Jahren": Nach der Begrüßung durch Dr. Mitterer referierte Dr. Bernhard Wörmann, Medizinischer Leiter des DGHO Hauptbüros, über die Entwicklung der Onkologie in den nächsten 10 Jahren. Er referierte über die absolute Steigerung der Inzidenzen, die Komorbidität, die Herausforderungen der neuen Therapieverfahren und die Anforderungen an die zukünftige Versorgung der PatientInnen.

Überblick EDV Systeme und besondere Anforderungen in der Onkologie: Anschließend gab Mag. Claudia Kreuscher einen allgemeinen Überblick über aktuelle EDV Systeme in der Onkologie und Dr. Meinhard Nevinny-Stickel, Stellvertretender Direktor an der Uniklinik für Strahlentherapie-Radioonkologie in Innsbruck, einen ganz speziellen Einblick in die verschiedenen Systeme und Anforderungen in der Strahlentherapie. Dr. Jutta Hübner, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Prävention und integrative Medizin in der Onkologie (PRiO), referierte über die Anforderungen an patientenzentrierte Expertensysteme. Diese Systeme sollen einerseits die Sicherheit verbessern und andererseits ÄrztInnen, bei der täglichen Routine entlasten, um wieder mehr Zeit für zusätzliche Arztkommunikation zu haben.

Medizinproduktegesetz für EDV Systeme und rechtliche Aspekte zum Tumorboard: Weiter Referenten waren DI Martin Schmid, Geschäftsführer der Firma en•co•tec, über die Zertifizierung als Medizinprodukt, die Anforderungen an ein klinisches Krebsregister von Dr. Willi Oberaigner, Leiter des Instituts für klinische Epidemiologie der Uni-Klinik Innsbruck. Anschließend stellte Dr. Manfred Mitterer das Tumorboard Modul des von ihm initiierten Forschungsprojektes vor und Mag. Katharina Leitner vom Institut für Ethik und Recht in der Medizin der Universität Wien, beleuchtete die rechtlichen Aspekte von Tumorboards in Österreich.

eHealth in der Onkologie: Die Veranstaltung schloss am ersten Tag mit der Frage der Steigerung der Adhärenz bei der Selbstmedikation durch eHealth durch Dr. Timo Schinköthe und Mag. Sabine Bischinger, Stv. Leiterin der Anstaltsapotheke des Landeskrankenhauses Innsbruck, über die Qualitätskontrolle beim Medikament-Medikament Interaktionschecker.


Samstag 05. April 2014

Eröffnungsreferat 2 "Leitlinienunterstützte Betreuung": Der zweite Tag begann mit einem Vortrag von Dr. Bernhard Wörmann über die leitlinienunterstützte Betreuung. Leitlinien, also systematisch entwickelte Entscheidungshilfen über angemessene Vorgehensweisen, lassen ÄrtzInnen Entscheidungsspielraum und "Handlungskorridore", von denen in begründeten Einzelfällen auch abgewichen werden kann.

EDV Unterstützung bei der Herstellung von Zytostatika und der Erfassung von Nebenwirkungen: Dr. Helmut Hörner, Geschäftsführer von cato Software solutions, beleuchtete die Sicherheitsaspekte in der Herstellung der Zytostatika und Dr. Manfred Mitterer referierte über die Probleme bei der Erfassung von Nebenwirkungen. Dr. Dominic Fong, Arzt am Bluttransfusionszentrum Meran, stellte die Herausforderungen an die Integration von histophatologischer und radiologischer Befunde durch das elektronische Reporting vor.

Praxisteil - Vorstellung Saratiba: Den Schlusspunkt setzte Dr. Manfred Mitterer mit einer Vorstellung von Saratiba, dem Expertensystem zur Unterstützung des gesamten Behandlungsablaufes, welches er gemeinsam mit Oncotyrol, World-Direct und ESD in einem wissenschaftlichen Projekt entwickelt.